Ortsgeschichte Michelbach am Wald

 

Michelbach am Wald liegt in ein Tal hineingeschmiegt, von 241 m bis 485 m über dem Meeres-spiegel (der Ortskern 256 m), eingebettet in weinbewachsene Hügel und Hänge.

Der Öhringer Teilort macht seinem Namen heute noch alle Ehre, sind doch rund 56% seiner Markungsfläche von dichtem Wald bewachsen. Größter Besitzer der Baumflächen ist noch immer, und das hat natürlich Geschichte, das Fürstenhaus Hohenlohe-Oehringen.

Dass Michelbach kein hässliches Entlein ist, wissen nicht nur die Einheimischen: 1994 gewann der Ort einen ersten Preis im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Schmucke bürgerliche Häuser säumen die Straßen. Diese sind allerdings wohl nur deshalb so stattlich ausgefallen, weil die nahegelegene Burgruine Gabelstein einen großen Schatz an guten Sandsteinen barg...

Ein optisches Kleinod ist die Kirche im Herzen von Michelbach, das Pfarrhaus, die Kelter und die Zehntscheuer. Das Dorf ist von altersher eine klassische Weinbaugemeinde.

Seit vier Jahren gehört es zur Hohenloher Genossenschaftskellerei Adolzfurt. Angebaut werden an den malerischen Michelbacher Hängen die klassischen Rebsorten.

Der berühmte „Michelbacher Gäwele“ bezeichnete einst Weine die in der Michelbacher Lage Margarete gewachsen waren. Der Oberförster Gäwele, nach dem der gute Tropfen benannt ist, war vor rund 200 Jahren ein echtes Michelbacher Original, eine bekannte und beliebte Persönlichkeit im Ort. „Gäwele“ war lang ein Qualitätsbegriff für „Michelbacher Weine“.

Heute wird der „Gäwele“ in der Hohenloher Kellerei Adolzfurt sowie in der Verkaufsstelle Michelbach angeboten.

58 Weingärtner bauen hier auf 59 Hektar edle Tropfen an. Doch nur die wenigsten gehen dieser Beschäftigung im Vollerwerb nach. Von den insgesamt 6 Vollerwerbslandwirten sind 4 Viehhalter und 2 kümmern sich um Wein- und Obstbau.

In Michelbach blüht das gesellige Eigenleben. Die stolze Zahl von sieben eigenen Vereinen mit teils großen Mitgliederzahlen spricht Bände. Der Sportverein freut sich sage und schreibe über 1080 Mitglieder, und das in einem Ort, der „nur“ 1270 Einwohner hat. Das Angebot reicht von Fußball (ab Herbst 2002 Landesliga), Jazztanz, Tischtennis, Volleyball bis hin zu Gymnastik für alle Altersklassen. Außerdem gibt es einen Männergesangverein, Kirchenchor und Musikverein. DLRG, Wandergruppe (Ausrichter der internationalen Weinwandertage an Himmelfahrt), die Land-frauen und die Freiwillige Feuerwehr decken weitere Interessensgebiete ab.